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Wenn Kälte in den Unterleib kriecht

Wenn Kälte in den Unterleib kriecht
Ständiger Harndrang und Brennen beim Wasserlassen zählen zu den ersten Symptomen einer Cystitis.
Frostige Temperaturen können Harnwegsinfekte begünstigen. Von Kellys Grammatikou

Stadt Willich (djd).

Jeder kennt das Sprichwort: „Es gibt kein schlechtes Wetter – nur die falsche Kleidung“. Doch wer bei frostigen Temperaturen auf Bus und Bahn wartet oder unvermutet in einen Regenguss gerät, dem nützen dicke Jacke und Wollsocken oft wenig. Kühlen Füße und Unterleib aus, steigt nicht nur das Risiko für eine Erkältung, sondern auch die Wahrscheinlichkeit für eine Blasenentzündung. Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße, so dass die Unterleibsorgane nicht mehr optimal versorgt werden können. Parallel zum verlangsamten Stoffwechsel erlahmt auch die Abwehr. Vorhandene Keime in den Harnwegen können sich jetzt ungestört vermehren und bis in die Blase aufsteigen. Ein solcher, meist bakterieller Harnwegsinfekt entwickelt sich dann rasch, wenn das Immunsystem schon geschwächt ist und wenn die Blase nicht ausreichend durchspült wird.

Wer einen Harnwegsinfekt erleidet, muss häufiger als sonst zur Toilette. Oft brennt es beim Wasserlassen, der Urin kommt nur tröpfchenweise und sieht manchmal trüb aus. Auch krampfartige Schmerzen im Unterleib können Anzeichen einer Blasenentzündung sein. Wichtig ist nun eine rasche Behandlung. Wer bei den ersten Anzeichen beginnt, kann sich mit natürlichen Mitteln gut selbst helfen. Während einer akuten Blasenentzündung tragen zusätzlich warme Bäder oder das Auflegen einer Wärmflasche auf den Bauchbereich zur Entspannung bei. Zudem wird durch die Temperaturerhöhung die Durchblutung angekurbelt und die Selbstheilung angeregt. Reichliches Trinken spült vorhandene Bakterien aus der Blase. Wichtig: Bei schweren Verläufen einer Harnwegsinfektion mit Fieber, rot verfärbtem Urin oder Flankenschmerzen

sollte rasch ein Arzt aufgesucht werden.

(Report Anzeigenblatt)