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Sieben Ehrenmitglieder

Sieben Ehrenmitglieder
Der 2. Vorsitzende des Sportvereins DJK VfL Willich Peter Kadoch (l.) mit den sieben Ehrenmitgliedern des Verein (v.l.): Adolf Kleinen, Josef Adams, Helmut Goedhart, Volker Enger (mit Ehefrau Anni), Toni Hops, Karl Franßen und Jürgen Hofferer (mit Ehefrau Uschi). FOTO: Schütz
Willich. Beim Festempfang zum 100-jährigen Bestehen präsentierte sich der Sportverein DJK VfL Willich als jung gebliebener Jubilar. Anstelle von langen Reden sorgten Sportvorführungen für gute Unterhaltung. Und sogar DFB-Vize-Präsident Peter Frymuth musste sich kurz fassen. Von Lutz Schütz

Schon die Begrüßung der geladenen Gäste des Empfangs war ein Erlebnis. Denn nicht der Vorsitzende Helmut Frantzen, der den Verein seit fast 30 Jahren führt, trug die nicht enden wollende Reihe der Namen vor, sondern seine zwölfjährige Enkelin Charlotte, was diesem eher nervigen Ritual einen völlig neuen Anstrich gab.

Aufgelockert wurde der Empfang zudem durch die vielen Sportvorführungen: Bambini-Fußballer, Zumba-Gruppe, chinesische Tänzerinnen, Trampolinturner (die spektakulärste Vorführung) und Rock’n’Roller zeigten auf der Aktionsfläche des Vereinsheims im Sport- und Freizeitzentrum an der Schiefbahner Straße ihr Können.

Locker und humorvoll war die Festansprache von Helmut Frantzen, der kurz die 100-jährige Geschichte des Vereins nachzeichnete. Der DJK-VfL Willich wurde 1919 als Verein für Rasensport (VfR) im Saal Schiffer gegründet. 1939 wurde er nach dem Zwangszusammenschluss mit dem Willicher Turnverein und dem Tischtennisclub im Nationalsozialismus in Verein für Leibesübungen (VfL) umbenannt. 1967 nach der diesmal freiwilligen Fusion mit der DJK Blau-Gelb Willich erhielt der Verein seinen heutigen Namen. Heute hat er weit über 2 000 Mitglieder in 13 Abteilungen.

In Eigenleistung hat DJK VfL Willich nicht nur das Vereinsheim gebaut. 100 000 Euro steuert er auch zur Umwandlung des Tennenplatzes in einen Kunstrasenplatz bei und auch beim Bau des neuen Gebäudes zwischen den Sportplätzen im Sport- und Freizeitzentrum bringt sich der Verein mit ein. Ein besonderes Lob des Vorsitzenden galt den Leitern der 13 Sportabteilungen für ihr großes Engagement.

Das gab ihm sein Stellvertreter Peter Kadoch anschließend zurück. Als Überraschung – auch für den Vorsitzenden – präsentierte er zudem eine neue Vereinsfahne, die Bezug auf die 13 Abteilungen und das 100-jährige Bestehen nimmt. Höhepunkt des Jubiläumsempfangs war die Ernennung von sieben langjährigen und verdienten Mitgliedern zu Ehrenmitgliedern (siehe Foto oben).

Im Gratulantenchor, der vom ASV-Präsidenten Joachim Kothen angeführt wurde, ragte die Rede vom 1. stellvertretenden Bürgermeister Guido Görtz hervor, der betonte: „Überall wo Sportschuhe geschnürt werden, werden keine Springerstiefel angezogen!“ Peter Frymuth, DFB-Vize-Präsident und Präsident des Fußballverbandes Niederrhein überreichte nicht nur einen Scheck, sondern auch drei Fußbälle. Die wurden aber noch getoppt von den Bällen, welche Stefani Groß vom DJK-Bundesverband gemeinsam mit Hans-Joachim Hofer, DJK-Diözesanverband Aachen, und dem Olympia-Pfarrer Hans-Gerd Schütt an Helmut Frantzen übergab: die DJK-Bälle waren nämlich aus Anlass des Jubiläums goldfarben.

(StadtSpiegel)