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Das Ärztezentrum ist vom Tisch

Stadt Willich. Kämmerer unterrichtet Rat über Aufhebungsvertrag mit dem Investor. Von Kellys Grammatikou

Mehr als 250 Gespräche brachten keinen Erfolg: Die Pläne, ein „Ärztezentrum“ auf dem Gelände zwischen Halle 18 und der ehemaligen Stahlwerk-Verwaltung in Willich zu realisieren, sind endgültig gescheitert. Davon setzte Willichs Kämmerer Willy Kerbusch den Rat der Stadt Willich am Donnerstagabend „schweren Herzens“ in nichtöffentlicher Sitzung in Kenntnis: „Ich hätte gerne bessere Kunde in dieser Angelegenheit gehabt – aber Fakt ist, dass die Grundstücksgesellschaft einen Aufhebungsvertrag mit dem Investor gemacht hat. Das Projekt ist so schlicht nicht zu realisieren.“ Kerbusch kündigt an, sich mit der Stadtspitze in einem möglichst engen Zeitfenster um eine alternative Lösung zu bemühen. An der Bahnstraße in Willich sollte mit der Gesundheitsstation nach der Schließung des Katharinen-Hospitals im Sommer 2014 durch die Augustinus-Kliniken eine Anlaufstelle mit ärztlicher Besetzung auch an Wochenenden und Sonn- und Feiertagen entstehen – letztlich stieß die Idee der eigens gegründeten „Gesundheitszentrum Willich Verwaltungs-GmbH“ schlicht auf zu wenig Interesse der örtlichen Ärzteschaft. Willy Kerbusch: „Für solch ein Projekt braucht jeder Investor ausreichend Mieter. Doch die waren trotz wirklich aller Versuche auf diversen Ebene nicht zu finden.“ Auch das Einschalten einer Ärztevermittlung blieb erfolglos. Jetzt gehe der Blick nach vorn, so Kerbusch: „Wir haben uns im Verwaltungsvorstand Gedanken dazu gemacht, wie wir, wenn das Ärztezentrum offensichtlich in dieser Form schon nicht realisierbar ist, wenigstens ein Ambulatorium in Kombination mit der Unterbringung eines Notarztes umsetzen können – diesen Plan werden wir jetzt so schnell wie möglich zu realisieren versuchen.“

(StadtSpiegel)