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Bodinus setzt auf Klassiker

Bodinus setzt auf Klassiker
Mit Kalle Pohl (Charleys Tante) und Tanja Schumann (Rössl-Wirtin) übernehmen erneut zwei TV-Größen Hauptrollen. FOTO: K.P./Tobias Wölki
Stadt Willich. Was folgt auf die wohl erfolgreichste Saison der Schlossfestspiele Neersen? Mit Spannung wurde darauf gewartet, was Intendant Jan Bodinus den Besuchern in der kommenden Saison anbieten will. Und wieder ist es dem engagierten und kreativen Theatermann gelungen, alle zu verblüffen. Mit „Das Dschungelbuch“, „Charleys Tante“ und „Im weißen Rössl“ setzt Bodinus 2018 auf drei grundsolide Bühnen-Klassiker. Von Lutz Schütz

„Fest – Spiele – Feiern“ lautet das Motto, unter dem die 35. Spielzeit am 17. Juni 2018 mit der Premiere von „Das Dschungelbuch“ (nach Rudyard Kipling – Regie: Matthias Freihof/Sven Post) eröffnet wird. Das Kinderstück rund um den kleinen Mowgli, der im Dschungel unter Tieren aufgewachsen ist, handelt von Freundschaft, Mut, Gemeinschaft und der Frage danach, wohin man eigentlich gehört (und hat damit bis heute nichts an Aktualität verloren).

Am 23. Juni folgt die Premiere von „Charleys Tante“ (Komödie von Brandon Thomas, Regie: Jan Bodinus). Unvergessen der Film mit Heinz Rühmann in der Frauenrolle. In seine Fußstapfen wird in Neersen der Comedian Kalle Pohl schlüpfen, der vor allem durch die RTL-Produktion „7 Tage 7 Köpfe“ bekannt geworden ist.

Als feierliche Jubiläumspremiere zum 35-jährigen Bestehen der Festspiele hat Bodinus die Operette „Im Weißen Rössl“ (von Ralph Benatzky, Regie: Lajos Wenzel, erste Aufführung am 28. Juli) ausgesucht. Erstmals wird das Ensemble unter Mitwirkung von Live-Musikern eine aufwendige Operette mit neuer Tontechnik auf die Bühne bringen. Die Rolle der Rösslwirtin übernimmt Tanja Schumann, bekannt aus „RTL Samstag Nacht“, die auch schon in Musicals wie „Addams Family“ oder „West Side Story“ mitgewirkt hat.

Im Rahmenprogramm wird man neuen und bekannten Gesichtern unter dem Motto „Best of Neersen“ begegnen: Hohenloher Figurentheater, Puppentheater Con Cuore, Gartenlesung, Fado-Abend mit Telmo Pires, „Coco Chanel“ mit Inez Timmer, Romy-Schneider-Solo mit Chris Pichler, Heinz-Rühmann-Abend mit Michael J. Westphal, Hanns Dieter Hüsch-Texte gelesen von Joachim Henn, die Heinz Erhardt-Welt von Stefan Keim und zum Abschluss ein Opern- und Operettenprogramm der Deutschen Oper am Rhein. Erneut wird es ein Gastspiel der Burgfestspiele Mayen (22. Juli) geben. Gezeigt wird „Terror“ von Ferndinand von Schirach.

(Report Anzeigenblatt)